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Gedächtnisort für "Sternenkinder"

LAKUMED Kliniken eröffnen neue Grabstätte am Friedhof in Landshut-Achdorf

KrankenhausLandshut-Achdorf

Vor kurzem wurde am Achdorfer Friedhof eine neue Grab- und Gedenkstätte für Kinder eröffnet, die zu klein waren, um zu leben und bereits vor der Geburt verstorben sind. Den LAKUMED Kliniken war es schon immer ein großes Anliegen, Eltern nach dem Verlust eines Kindes bestmöglich zu unterstützen und ihnen in ihrer Trauer einen Ort des Andenkens zu geben. So hat das Krankenhaus Landshut-Achdorf bereits vor mehr als 20 Jahren als erste Klinik der Region eine Grabstätte für die sogenannten „Sternenkinder“ errichten lassen. Da dieses Gemeinschaftsgrab inzwischen ausgeschöpft ist, gibt es nun eine zweite Stelle am Friedhof in Achdorf, an der die verstorbenen Babys beigesetzt werden können. Die Hinterbliebenen können sich dort in einer individuellen Gedenkfeier von ihren „Sternenkindern“ verabschieden.

„Mit einer Grabstätte für Sternenkinder bieten wir den Eltern, Geschwistern und Angehörigen eine Anlaufstelle in ihrer Trauer“, sagte Dr. Silvia Sabus, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf. „Schon allein aus medizinischer Sicht ist dies sehr sinnvoll, um den Tod eines geliebten Kindes verarbeiten zu können. Wir möchten die Betroffenen in dieser schweren Zeit nicht alleine lassen.“ Aus diesem Grund sind am Krankenhaus Landshut-Achdorf auch speziell ausgebildete Trauerhebammen beschäftigt. Darüber hinaus wurde von der Elternschule Landshut e.V. die Selbsthilfegruppe „Weiterleben ohne Kind“ ins Leben gerufen, die Betroffenen Unterstützung, Hilfestellung und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bietet. Der gemeinnützige Verein unter der Leitung von Oberärztin Dr. Silvia Sabus und Sozialpädagogin Barbara Thein hat die Errichtung der neuen Grabstätte für Sternenkinder mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt.

„Es war uns wichtig, die Gestaltung des Grabes in die Hände von Künstlern und Spezialisten zu legen und so unsere Wertschätzung und die Wertigkeit zum Ausdruck zu bringen“, sagte Dr. Marlis Flieser-Hartl, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der LAKUMED Kliniken. So ziert die Grabstelle ein Kunstwerk aus Kortenstahl, das von der Künstlerin Rebecca Neuburg entworfen und von der Kunstschmiede Seisenberger geschmiedet wurde. „Das Tor ist mit bunten Engelchen bemalt und leicht geöffnet, damit die kleinen Seelen in den Himmel aufsteigen können“, erklärte Barbara Resch, die als Gartengestalterin die Planung und Gestaltung des Grabes übernommen und auch bereits den Hospizgarten in Vilsbiburg entworfen hat. Vom Steinmetzbetrieb Simon stammen zwölf Sterne aus Granit, welche für die jeweiligen Monate stehen, in denen die Kinder verstorben sind. Schließlich wurde von Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus der Einrichtung des Fachverbands für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung e.V. ein Weg gepflastert und das Grab bepflanzt. „Herzlichen Dank an alle, die diesen Gedächtnisort für Sternenkinder so andächtig, individuell und schön gestaltet haben“, sagte Dr. Flieser-Hartl. „Einen besonderen Dank möchte ich auch an die Stadt Landshut richten, die die neue Grabstätte am Achdorfer Friedhof ermöglicht hat.“

Spenden für die Pflege und den Unterhalt der neuen Grab- und Gedenkstätte werden unter dem Stichwort „Sternenkinder Landshut-Achdorf“, Bankverbindung DE09 7435 0000 0000 0401 18, Sparkasse Landshut, gerne angenommen.

Pflege- und Wirtschaftsdirektor Rainer Knöferl, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Dr. Marlis Flieser-Hartl, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Silvia Sabus und Gartengestalterin Barbara Resch (v.l.n.r) liegt es am Herzen, mit einer neuen Grabstätte für Sternenkinder den Angehörigen einen Ort des Gedenkens zu geben.