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Fürsorge für unheilbar kranke Menschen

Palliativstation am Krankenhaus Landshut-Achdorf feiert 15-jähriges Bestehen

KrankenhausLandshut-Achdorf

Im Juli 2005 wurde die Palliativstation am Krankenhaus Landshut-Achdorf eingeweiht – in dieser Zeit eine völlig neue medizinische Ausrichtung, die zunächst auf viele Fragen und auch Unverständnis stieß. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums blickten Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Facharzt Dr. Andrej Matej und Stationsleitung Susanne Haberl auf das Bestehen der Station zurück und sprachen über die Bedeutung von Würde und Lebensqualität am Lebensende.

„Unheilbar kranke Menschen benötigen viel Verständnis, Fürsorge und Zuwendung, um den letzten Lebensabschnitt mit möglichst hoher Lebensqualität und viel Würde erfahren zu dürfen“, sagte Dr. Andrej Matej. Die LAKUMED Kliniken, damals mit Dr. Marlis Flieser-Hartl als geschäftsführende Vorstandsvorsitzende, hätten diesen Bedarf sehr früh erkannt, sich aller Ablehnung entgegengesetzt  und nach Abstimmung durch den Kreisrat mit der Etablierung der Palliativstation eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Mit zehn Betten wurde die Palliativstation im Juli 2005 im fünften Stockwerk des Krankenhauses Landshut-Achdorf eingeweiht – als eine der ersten Palliativstationen in Bayern.

„Auf der Palliativstation werden Menschen mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung umfassend betreut“, erklärte Stationsleitung Susanne Haberl. „Ziel ist es, den Patienten durch schmerz- und symptomlindernde Therapien möglichst erfüllte Tage am Lebensende zu ermöglichen.“ Auf Wunsch könnten auch die Angehörigen in die Betreuung einbezogen werden. Für die ganzheitliche Betreuung des Patienten steht seit 15 Jahren ein bewährtes interdisziplinäres Team aus palliativmedizinisch ausgebildeten Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Pflegekräften mit spezieller Zusatzausbildung „Palliativ Care“, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Atem-, Kunst- und Musiktherapeuten sowie ehrenamtlichen Hospizbegleitern zur Verfügung. „All unser Tun richtet sich nach den Wünschen und Bedürfnissen des individuellen Menschen“, so Frau Haberl.

Jakob Fuchs zeigte sich beeindruckt von der Fürsorge, die den schwerkranken Menschen auf der Station entgegengebracht wird. Er lobte alle Beteiligten, die vor mehr als 15 Jahren die Entscheidung zur Eröffnung einer Palliativstation mitgetragen hätten. „Die Erhöhung der Bettenzahl sowie die hohe Auslastung zeigen, dass dieses Angebot für schwerkranke Menschen dringend benötigt wird“, sagte er. Ein ganz besonderer Dank gelte allen Mitarbeitern, die mit viel Verständnis und Fachkompetenz schwerkranke Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten.

In den vergangenen Jahren sei die Bedeutung der Palliativmedizin zunehmend erkannt sowie anerkannt worden und auch der Begriff habe sich gewandelt: Früher dachten viele Menschen, dass die Palliativstation eine „Sterbe-Station“ sei. Tatsächlich kann der Großteil der Palliativ-Patienten wieder in das häusliche Umfeld entlassen oder in eine andere Einrichtung, beispielsweise in das Hospiz Vilsbiburg, verlegt werden.

Die Arbeit auf der Palliativstation wird durch den Förderverein für Palliativmedizin Landshut e.V. unterstützt. Der Verein trägt die Kosten für Atem-, Kunst- und Musiktherapie sowie individuelle Wünsche des Patienten – aber auch für Fortbildungsmaßnahmen, Investitionen auf der Station sowie für die Brückenpflege, die Patienten und Angehörigen nach dem Verlassen der Station unterstützend zur Seite steht. „Allen Menschen, die unsere Patienten auf der Station in den vergangenen 15 Jahren unterstützt haben, möchten wir ganz herzlich danken“, so Susanne Haberl und Dr. Andrej Matej.

Nach der Eröffnung der Palliativstation im Jahr 2005 haben die LAKUMED Kliniken weitere Pionierarbeit im Bereich Palliativmedizin geleistet: Als erstes Hospiz in Niederbayern wurde im Jahr 2012 das Hospiz in Vilsbiburg eröffnet.
 

Förderverein für Palliativmedizin Landshut e.V.
IBAN: DE60 7435 0000 0004 4330 09
BIC: BYLADEM1LAH


 

Susanne Haberl (1. Reihe links), Dr. Andrej Matej und Jakob Fuchs (2. Reihe v.l.n.r.) sowie das Team der Palliativstation freuen sich über das 15-jährige Jubiläum.