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Vorgeburtliche Diagnostik, Geburt und Stillzeit im Fokus

13. Landshuter Seminar für Hebammen am Krankenhaus Landshut-Achdorf

Krankenhaus Landshut-Achdorf

Voll besetzt war der Hörsaal des Krankenhauses Landshut-Achdorf im Landratsamt am Samstagvormittag zum 13. Landshuter Seminar für Hebammen, Pflegepersonal und geburtshilflich interessierte Ärztinnen und Ärzte. Der Chefarzt der Frauenklinik, Privatdozent Dr. Lorenz Rieger, begrüßte die rund 80 Zuhörer zu der alljährlich stattfindenden beliebten Fortbildungsreihe und kündigte viele informative Themen und eine spannende Diskussion über die Ausbildung, Arbeit und Zukunft der Hebammen an.

Die Organisatoren hätten diesmal neben sehr akademischen Themen der Pränataldiagnostik und der fetalen Makrosomie auch ein viel diskutiertes, berufspolitisches Thema beim Hebammenseminar aufgegriffen, sagte PD Dr. Rieger. „Als Perinatalzentrum haben wir die absolute Verpflichtung, unsere schwangeren Frauen gut zu versorgen. Dafür brauchen unsere Hebammen gute Arbeitsbedingungen“, sagte der Chefarzt. Die Ausbildung von Hebammen steht derzeit im Fokus der Politik. PD Dr. Rieger berichtete von der Aussage des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder während des politischen Empfangs der CSU-Fraktion am Volksfest in Landshut, die Ausbildung der Hebammen zu stärken. Söder hatte Unterstützung für den CSU-Vorschlag zugesagt, einen Studienzweig Hebammenwesen einzurichten und diesen an der Hochschule Landshut zu etablieren. Wie das Hebammenteam am Krankenhaus Landshut-Achdorf den Spagat zwischen Gesetzesvorgaben und guter Patientinnenversorgung schafft, diente als Einstieg in die traditionelle Diskussion während der Mittagspause.

Die Vortragsreihe eröffnete die Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf, Dr. Silvia Sabus, mit dem Thema „Pränataldiagnostik – wann, warum und welche Untersuchung genau?“. Mit dieser Fragestellung widmete sich Dr. Sabus den Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik vom Ersttrimester Screening über Blutentnahmen bei werdenden Müttern nach genetischer Beratung durch deren Frauenarzt, die Plazentapunktion oder die Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) zur genaueren Bestimmung von möglichen Erkrankungen des Ungeborenen.

Die nächsten beiden Vorträge widmeten sich der Geburt: Wie Dammverletzungen vermieden sowie gegebenenfalls erkannt und behandelt werden, stellte die Hebamme, Humanbiologin und Wissenschaftlerin Peggy Seehafer aus Hamburg vor. Chefarzt PD Dr. Lorenz Rieger erläuterte, wie sich Schwangerschaft und Geburt auf den Beckenboden der Frau auswirken.

Über die Fetale Makrosomie (Babys mit einem Geburtsgewicht von mehr als fünf Kilogramm) sprach Funktionsoberarzt MUDr. Lukas Farsky von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Der Umgang mit fetaler Makrosomie sorgt in letzter Zeit zunehmend für Gesprächsstoff. Die Abläufe und Leitlinien der LAKUMED Kliniken bei der Geburt sehr großer Kinder stellte MUDr. Farsky den Zuhörerinnen beim Hebammenseminar vor.

Die Still- und Laktationsberaterin Elke Schubert vom Klinikum Dritter Orden in München gab abschließend Tipps, wie das Stillen in besonderen Situationen oder nach einer schwierigen Startphase trotzdem gut funktionieren kann.

v.l. PD Dr. Lorenz Rieger, Funktionsoberarzt MUDr. Lukas Farsky, Organisatorin Barbara Thein von der Elternschule Landshut, Leitende Oberärztin Dr. Silvia Sabus sowie die Referentinnen Peggy Seehafer und Elke Schubert freuten sich über das große Interesse am 13. Landshuter Seminar für Hebammen

Vollbesetzt war der Hörsaal beim 13. Landshuter Seminar für Hebammen