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Schwerkranke und sterbende Menschen umsorgen

„Letzte-Hilfe-Kurs“ der SAPV bei den LAKUMED Kliniken in Achdorf und Vilsbiburg

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Untersuchungen belegen, dass die Mehrzahl der Deutschen in ihrer letzten Lebensphase zu Hause, in gewohnter Umgebung von vertrauten Menschen betreut und begleitet werden möchten. Faktisch versterben lediglich 25 Prozent der Deutschen im heimatlichen Umfeld – oftmals, weil sich Angehörige die Betreuung schwerkranker Menschen nicht zutrauen.

Um Möglichkeiten zur häuslichen Palliativversorgung aufzuzeigen und Raum für Gespräche über den Tod zu schaffen, bot die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) Landshut im vergangenen Jahr als erste Organisation in Niederbayern einen „Letzte Hilfe Kurs“ an. Aufgrund der hohen Nachfrage wird es auch in diesem Jahr wieder Kurse geben – unter anderem am 27. Juli im Krankenhaus Vilsbiburg und am 14. Dezember im Krankenhaus Landshut-Achdorf.

„Jeder, der einen Führerschein macht, muss an einem „Erste Hilfe Kurs“ teilnehmen“, sagt Elisabeth Krull, Koordinatorin und Pflegeleitung der SAPV. Neben dem „Erste Hilfe Kurs“ gibt es auch den „Letzte Hilfe Kurs“ – hierbei geht es um die Begleitung und Umsorgung von schwerkranken Menschen am Lebensende. Im Rahmen des „Letzte Hilfe Kurses“ wird Wissen zur Betreuung und Begleitung am Lebensende vermittelt. Die Referenten informieren über Ansprechpartner sowie Versorgungsmöglichkeiten und es gibt Raum und Zeit, um über die Themen Tod und Sterben zu sprechen.

Ziel des Kurses ist nicht die Lebensverlängerung sondern der Erhalt oder die Verbesserung der Lebensqualität durch mitmenschliche Haltung und Hilfsbereitschaft. Der Kurs dauert rund dreieinhalb Stunden und richtet sich an Angehörige und Freunde von schwerkranken Menschen sowie jeden, der sich für das Thema interessiert.

Zum wiederholten Mal stellen die LAKUMED Kliniken mit ihren Standorten in Landshut-Achdorf, Vilsbiburg und Rottenburg, die Räumlichkeiten für den „Letzte-Hilfe-Kurs“ zur Verfügung. „Mit der Gründung unserer Palliativstation vor dreizehn Jahren am Krankenhaus Landshut-Achdorf haben wir einen Grundstein für die palliativmedizinische Versorgung in der Region geschaffen“, sagt Dr. Marlis Flieser-Hartl, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der LAKUMED Kliniken. „Nun ist es uns eine Herzensangelegenheit, Angebote zur Weiterbildung in der häuslichen Palliativversorgung zu unterstützten.“

Die nächsten Kurse finden am 27. Juli von 16.30 bis 20.00 Uhr im Krankenhaus Vilsbiburg und am 14. Dezember im Krankenhaus Landshut-Achdorf statt. Die Anmeldung ist über das Büro der SAPV (Telefonnummer 0871/966 48 99, E-Mail infp@sapv-landshut.de) möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Es wird ein Unkostenbeitrag von 20 Euro zugunsten des Onkologie Hilfe Vereins erhoben.