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Feinheiten des EKGs richtig entschlüsseln

Zahlreiche Zuhörer beim EKG-Seminar von Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Zrenner

Krankenhaus Landshut-Achdorf

Im Rahmen des jährlich stattfindenden, ganztägigen EKG-Seminars am Krankenhaus Landshut-Achdorf informierten sich am vergangenen Samstag mehr als 30 Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie 25 Medizinstudenten der Technischen Universität München im praktischen Jahr über die grafische Darstellung der elektrischen Vorgänge im Herzmuskel.

Prof. Dr. Bernhard Zrenner sprach zu Beginn des Seminars über die Physiologie des Herzrhythmus. „Der Sinusknoten ist der eigene Schrittmacher des Herzens, den jeder Mensch normalerweise hat“, erklärte Prof. Dr. Zrenner. Der elektrische Impuls des Sinusknotens werde über den Vorhof zum Atrioventrikular-Knoten weitergeleitet, welcher die Erregung weiter zur Herzkammer trage. Weiter verteile sich die Erregung über das His-Bündel auf die beiden Tawara-Schenkel sowie die Purkinje-Fasern, was schließlich das Zusammenziehen des Herzmuskels bewirke. „Der Rhythmus des Herzens passt sich dabei stets der Belastung des Menschen an“, so Prof. Dr. Zrenner.

Im Verlauf des Seminars ging der Referent weiter auf die Grundlagen des Elektrokardiogramms sowie bradykarde (zu langsame) und tachykarde (zu schnelle) Rhythmusstörungen ein. Außerdem erklärte er die Feinheiten des EKGs bei Patienten mit Schrittmachern und implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (IDC) sowie das Erkennen von Ischämien (Minderdurchblutung), Myokardinfarkt und angeborenen elektrischen Erkrankungen. Ein gemeinsames EKG-Quiz rundete das diesjährige EKG-Seminar am Krankenhaus Landshut-Achdorf ab.