Erwin Irlbeck startet wieder
Der Kreisrat radelt durch alle Gemeinden des Landkreises und sammelt Spendengeld für die Palliativstation Landshut-Achdorf.
Hier ein Hund an der Leine, dort eine vorbeihuschende Katze – schon übersieht Erwin Irlbeck den Pfosten am Radweg zwischen Essenbach und Postau, wo er in seiner Freizeit unterwegs war. Irlbeck fällt vom Rad, bricht sich unter anderem Knie und Becken und kommt ins Krankenhaus Landshut-Achdorf – „die haben mich wieder zamgeschraubt“. Das sagte der Kreisrat und Ex-Unternehmer drei Jahre später, bei einer Pressekonferenz am Krankenhaus Landshut-Achdorf vergangene Woche. Die dortige Palliativstation soll das Geld erhalten, das Irlbeck dieses Jahr bei seiner mittlerweile dritten Spenden-Rad-Tour sammelt.
Nach dem beschriebenen Unfall 2022 musste Irlbeck pausieren, sich erholen und auf Training verzichten. Doch mittlerweile hat er sich regeneriert, unter anderem im Therapiezentrum in Adlkofen. Nun soll es wieder losgehen: Ende August bis Mitte September – genau steht die Route noch nicht. Irlbeck würde gerne in Rottenburg beginnen und am neuen Gebäude des Landratsamtes in Essenbach enden, samt Empfang von Landrat Peter Dreier. So die grobe Vorstellung. Am 20. September, beim Sommerfest am Achdorfer Krankenhaus, will der Kommunalpolitiker die Spenden übergeben.
Die Tour 2022 erzielte mehr Spendengeld als gedacht
Ein ähnliches Ziel hatte er bei seiner bisher letzten Spenden-Tour 2022 auch: um die 25.000 bis 30.000 Euro. Am Ende waren es 45.000. Das Geld kam damals dem Kinderkrankenhaus zugute. Außerdem erfuhr Irlbeck während der Aktion Zuspruch und Wärme. Eine Frau, die er von verschiedenen Festen als Putzkraft kannte, radelte ihm hinterher. Damals umrundete Irlbeck den Landkreis entlang seiner Grenze – diesmal durchquert er planmäßig alle Gemeinden einzeln. Die Dame hatte einen Gefrierbeutel komplett gefüllt mit Münzen dabei und überreichte ihn Irlbeck. Der zählte nach: 200 Euro Einzelspende. Das hat ihm viel bedeutet. Genau wie die Reaktionen auf eine Rede, die er bei einem Landfrauentreffen vor 90 Teilnehmerinnen gehalten hat – und minutenlangen Applaus im Stehen erhielt.
Auch dieses Jahr haben sich schon einige Tausend Euro auf dem Spendenkonto gesammelt; Erwin Irlbeck hat bereits ordentlich für seine Aktion geworben, die 35 Landkreisgemeinden angeschrieben, mit 20 auch Termine vereinbart. Firmen haben Post bekommen, genauso alle Kreisratskollegen.
Das Krankenhaus Landshut-Achdorf plant, mit den Spenden eine Klimaanlage für die Palliativstation anzuschaffen. Der Vorstandsvorsitzende von Lakumed, Jakob Fuchs, beschrieb beim Pressetermin, wie unangenehm jüngst die Hitze für die ohnehin leidenden Patienten war. Von einer Klimaanlage würden die Patienten bestimmt profitieren, da war sich Fuchs bei der Pressekonferenz sicher.
Freut sich auf Gespräche und Selfies auf der Tour
Während der Radtour dürfe jeder Bürger an Irlbeck herantreten, ihm mit lieben Worten zureden oder Fotos machen. Man kann die Welt nicht retten, aber unterstützen, was einem wichtig ist, findet der 65-Jährige. Die Krankenhäuser der Region liegen ihm besonders am Herzen, sagt er – gerade, nachdem er infolge seines erwähnten Radunfalls laut eigener Aussage die beste Behandlung bekam, die er sich hätte vorstellen können.
Bereits jetzt spenden
Erwin Irlbeck bietet Interessierten an, Kontakt aufzunehmen über die Telefonnummer 0171/2338320 oder per E-Mail an irlbeck.e@t-online.de. Das Spendenkonto (zusammen mit Jakob Fuchs als Geschäftsführer von Lakumed) ist schon verfügbar unter: Sparkasse Landshut, IBAN: DE59 7435 0000 0021 5127 87, Stichwort: „Erwin on Tour“.
Quelle: Matthias Keck / Landshuter Zeitung
