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Studienplan für Medizinerausbildung am Medizincampus Landshut

Gemeinsames Arbeitstreffen der LAKUMED Kliniken, des Klinikums Landshut und des Kinderkrankenhauses St. Marien

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Die Chefärztinnen und Chefärzte sowie Vertreter der LAKUMED Kliniken, des Klinikums Landshut und des Kinderkrankenhauses St. Marien haben sich am Donnerstag zum gemeinsamen Arbeitstreffen versammelt. Das Ziel der Sitzung war, die Gestaltung der Lehre für Studierende der Medizin am Standort Landshut im Rahmen des geplanten „Medizincampus Niederbayern“ zu erörtern und Fragen zu diskutieren. Das Klinikum Landshut, die LAKUMED Kliniken und das Kinderkrankenhaus St. Marien, die bereits auf eine langjährige Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchsmedizinern zurückblicken, wollen für den Landshuter Medizincampus all ihre Kompetenzen bündeln. Prof. Dr. Johannes Schmidt, Chefarzt am Krankenhaus Landshut-Achdorf, und Prof. Dr. Stephan Holmer, Ärztlicher Direktor des Klinikums Landshut – beide Koordinatoren dieses komplexen Projekts – betonten die wichtige Rolle der engen Zusammenarbeit. „Wir werden in der kommenden Zeit die Lehrinhalte möglichst praktikabel für die Studierenden planen, damit sie bei uns in Landshut eine hoch qualitative Arztausbildung erhalten“, bekräftigten die Vertreter der Krankenhäuser.

Die Immatrikulation am Medizincampus Niederbayern soll zum Wintersemester 2024 möglich sein. Nach Entwurf des Bundesministeriums für Gesundheit verbringen schätzungsweise 100 Medizinstudenten ihre ersten drei Studienjahre mit klinisch-theoretischen Fächern an der Universität Regensburg. Ab dem 7. Semester verlagern sie ihren Lebensmittelpunkt dann nach Niederbayern und absolvieren an verschiedenen Klinikstandorten wie Deggendorf, Passau, Straubing oder Landshut ihren zweiten, patientenorientierten Ausbildungsblock. Die ersten Studierenden in der Medizin  werden somit frühestens zum Wintersemester 2027 in Landshut erwartet. „Neben einer hoch qualitativen Arztausbildung ist uns zum Beispiel wichtig, dass auch digitale Lehrinhalte bereitgestellt und die Studierenden in die Entwicklung digitaler Formate wie zum Beispiel 3D-Visualisierung eingebunden werden“, betonte Prof. Dr. Schmidt. „Es ist noch alles im Entstehen, aber wir haben noch fünf Jahre Zeit, die Lehrinhalte und -formate optimal umzusetzen.“ Prof. Dr. Holmer hierzu: „Eine der großen Stärken der Ausbildung am Medizincampus Landshut wird die sehr patienten- und praxisnahe Ausbildung und die enge Betreuung durch die Dozentinnen und Dozenten vor Ort sein, die im Lehrplan vorgesehen ist.“

Am 30. April 2021 sind in gemeinsamer Zusammenarbeit mit mehreren beteiligten niederbayerischen Kliniken, der Universität Passau sowie weiteren Partnern zwei Machbarkeitsstudien dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) vorgelegt worden. Mit diesen Machbarkeitsstudien bewarben sich die Universität Regensburg und die TU München um die Rolle der medizinischen „Alma Mater“. Im März 2022 bekam die Universität Regensburg von der Bayerischen Staatsregierung die Zusage. Ziel des Medizincampus Niederbayern und der damit verbundenen Neukonzipierung der Arztausbildung ist, die medizinische Versorgung im Freistaat zu verbessern. 
 

Beim gemeinsamen Arbeitstreffen diskutierten die Ärztinnen und Ärzte des Klinikums Landshut, der LAKUMED Kliniken und des Kinderkrankenhauses St. Marien Fragen rund um die Gestaltung der Lehre für den neu geplanten Medizincampus Niederbayern.