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Ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit

Lebensmittel aus Wasserschutz-Mehl finden großen Anklang in der Schlossklinik Rottenburg

SchlossklinikRottenburg

Seit etwa einem halben Jahr wird den Patienten in der Schlossklinik Rottenburg zusätzlich zu den üblichen Backwaren ein Wasserschutzbrot angeboten und auch bestimmte Speisen werden aus Wasserschutz-Weizenmehl zubereitet. Nun zogen Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Armin Strohmeyer, Leiter Speisenversorgung der LAKUMED Kliniken, Nikolaus Bugarin, Küchenchef der Schlossklinik Rottenburg und Landwirt Franz Strixner aus Niederhatzkofen eine positive Bilanz.

„Ich bin mit Leib und Seele Ackerbauer und davon überzeugt, dass auch die konventionelle Landwirtschaft mit Maß und Ziel umweltschonend und grundwasserverträglich produzieren kann“, sagt Franz Strixner. Im Januar 2020 wandte er sich mit der Idee, Wasserschutz-Weizen in Rottenburg anzubauen, an die Regierung von Niederbayern und erhielt innerhalb weniger Wochen deren Zusage. „Das Besondere am Wasserschutz-Weizen ist, dass er insgesamt weniger Dünger und keine Spätdüngung mit Stickstoff erhält“, erklärt Strixner. „Folglich ist der Eiweißgehalt des Weizens geringer und dieser auf dem Handelsmarkt weniger wert, das Grundwasser aber vor zusätzlicher Nitratbelastung geschützt.“

Im Sommer hat Strixner etwa 30 Tonnen Wasserschutz-Weizen geerntet, der in der Sagberger Mühle zu Mehl verarbeitet wurde – getrennt vom üblichen Weizen. Obwohl die Verarbeitung des Wasserschutz-Weizens zu Brot und Backwaren aufgrund des geringeren Eiweißgehalts etwas aufwändiger ist, konnten einige Bäckereien aus der Region als Abnehmer für das Mehl gewonnen werden. Auf Initiative von Landrat Peter Dreier und Jakob Fuchs wird die Schlossklinik nun seit etwa einem halben Jahr mit Wasserschutzbrot der Bäckerei Hatzl und Wasserschutz-Mehl von Landwirt Strixner, dessen Betrieb direkt gegenüber der Schlossklinik liegt, beliefert.

„Für das Wasserschutz-Mehl werden bestimmte Weizensorten ausgewählt, sodass das Backergebnis trotz des geringeren Eiweißgehalts nicht vom konventionellen Produkt zu unterscheiden ist“, so Armin Strohmeyer, der die Initiative Wasserschutzbrot bereits aus Franken kennt. Auch Nikolaus Bugarin bestätigt, dass die Zubereitung von Speisen wie Kaiserschmarrn, Rohrnudeln oder Kuchen mit dem Wasserschutz-Mehl hervorragend gelingt: „Die Patienten sind von den Gerichten und dem Brot begeistert.“

„Die Speisenversorgung der LAKUMED Kliniken legt seit vielen Jahren großen Wert darauf, dass Lebensmittel frisch, regional und nachhaltig eingekauft werden“, sagt Jakob Fuchs. „Mit dem Erwerb von Wasserschutzbrot und Wasserschutzmehl können wir die regionale Landwirtschaft stärken und einen Beitrag zum Schutz des Grundwassers leisten.“ Strohmeyer ergänzt: „Sollte sich in Landshut und Vilsbiburg eine Bäckerei finden, die die Krankenhäuser Landshut-Achdorf und Vilsbiburg mit Wasserschutz-Brot beliefert, würden wir dieses auch an den anderen Standorten der LAKUMED Kliniken gerne in unser Sortiment aufnehmen und damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.“

Die Initiative Wasserschutzbrot wird von der Regierung von Niederbayern im Rahmen der Aktion „Grundwasserschutz – Trinkwasser für Niederbayern“ koordiniert und gefördert. Neben Franz Strixner haben bereits weitere Landwirte aus der Region Interesse an der Initiative signalisiert.
 

Landwirt Franz Strixner baut Wasserschutz-Weizen an, dessen Mehl unter anderem an die Schlossklinik Rottenburg geliefert wird.

Küchenchef Nikolaus Bugarin bereitet für die Patienten der Schlossklinik bestimmte Speisen mit Wasserschutz-Mehl zu.