Kardiale Computertomographie

Bei der kardialen Computertomografie des Herzens (Kardio-CT) kreist ein Röntgenstrahl spiralförmig sehr schnell um den Oberkörper. Dadurch entstehen Schichtaufnahmen des Herzens. Diese Technologie ermöglicht eine genaue Darstellung des Herzens und der Herzkranzgefässe ohne Herzkatheter. Die nicht invasive Methode liefert ein sehr genaues und scharfes Bild des schlagenden Herzens, dadurch werden auch geringe atherosklerotische Ablagerungen (Plaques, Koronarkalk) in den Koronargefäßen sichtbar.


Die Methoden der kardinalen Computertomografie sind

  • Elektronenstrahltomografie
  • Mehrzeilen-CT (Mehrschicht-Spiral-CT)

Die Elektronenstrahltomografie arbeitet mit einer sehr schnellen Bildaufnahmezeit im Bereich von 50 bis 100 Millisekunden. Dadurch können auch kleinere Strukturen des schlagenden Herzens, z.B. Koronararterien, dargestellt werden. Sie besteht aus einem feststehenden Eletronenbeschleunigerrohr mit einer Ablenkspule. Dadurch wir die minimale Schichtdicke auf ca. 1,5 mm und die Belichtungszeit von 300 ms auf 100 ms gesenkt.

Bei der Elektronenstrahltomografie werden 40 - 50 Schichtaufnahmen des Herzens gemacht, die am Computer zu einem 3D-Bild zusammengesetzt werden können. Dadurch wir die Beurteilung der großen Abschnitte von Koronararterien oder Bypass-Gefäßen ermöglicht und kann Koronarstenosen und Kalkablagerungen aufdecken.

Die Mehrzeilen-CT besitzt statt einer mehrere Detektorzeilen und ermöglicht somit die Aufzeichnung von mehreren Schichten während einer CT-Untersuchung. Mit einem 64-Zeilen-Tomografen können gleichzeitig 64 parallele Schichten aufgezeichnet werden, dies führt zu einer deutlichen Beschleunigung der CT-Untersuchungen. Eine hochauflösende Herzuntersuchung kann somit in weniger als 9 Sekunden vorgenommen werden.


Die nicht-invasive Darstellung des Herzens ist im Krankenhaus Landshut-Achdorf mit dem Einsatz modernster Technik möglich.


Je nach kardialer Erkrankung können dargestellt werden

  • Herzkranzgefäße
  • Infarktnarben
  • Entzündungen des Herzmuskels
  • Weniger durchblutete Areale des Herzmuskels
  • Herzklappen

Mit dem hochauflösenden CT kann bei einem Teil der Patienten eine invasive Herzkatheteruntersuchung vermieden werden. Bei Patienten mit Rhythmusstörungen kann die individuelle Anatomie des Herzens vor der eigentlichen Behandlung genau erfasst und zur exakten Planung der jeweiligen Behandlung herangezogen werden.


Ein Cardio-CT ist geeignet für Patienten

  • ohne typische Symptome für eine Herzkranzgefässerkrankung
  • mit positivem Stresstest ohne Vorliegen anderer Risikofaktoren
  • mit atypischer Symptomatik ohne wesentliche Risikofaktoren

Ein Cardio-CT ist nicht geeignet für Patienten mit

  • schwerer Niereninsuffizienz
  • bekannten Herzrhythmusstörungen
  • unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion
  • Kontrastmittelallergie
  • Schwangerschaft