Plastisch-Chirurgische Versorgung von Unfallfolgen

Im Rahmen von Unfällen können unterschiedliche anatomische Strukturen innerhalb eines Körperareals betroffen sein. So kann es z.B. im Rahmen eines Unfalls zum Bruch der Unterschenkelknochen kommen. Gleichzeitig können jedoch die Haut und das umgebende Gewebe so stark geschädigt sein, dass sie absterben.

Die Folge ist nun, dass beispielsweise der Knochen und evtl. auch die zur Stabilisierung eingebrachten Platten und Schrauben frei liegen. Dies stellt ein erhebliches Infektionsrisiko dar und erfordert eine schnelle Bedeckung mit gesundem Gewebe. Hierbei kommen sämtliche Verfahren der Plastischen Chirurgie zum Einsatz, typischerweise Hauttransplantationen und sogenannte Lappenplastiken.

Wenn tief liegende, sensible Strukturen in der Wunde frei liegen, sollte immer eine plastische Rekonstruktion der Weichteile durchgeführt werden. Die durchgeführten Lappenplastiken dienen dem mechanischen Schutz der Strukturen und verhindern die drohende Infektion. Zu den Strukturen, die einer qualitativ hochwertigen Bedeckung bedürfen, zählen beispielsweise Knochen, Sehnen, Nerven, Blutgefäße und Eingeweide. Weiterhin darf eingebrachtes Fremdmaterial (Prothesen, Platten, Schrauben etc.) nicht frei in einer Wunde liegen, da es sich sehr schnell infiziert.

Neben dem angesprochenen Schutz freiliegender Strukturen stellt aber auch das ästhetische Ergebnis nach einem Unfall einen wichtigen Aspekt in der operativen Versorgung dar. Gerade in der plastischen Wiederherstellungschirurgie stellt dies neben der funktionellen Wiederherstellung ein wichtiges Behandlungsziel dar. Da es sich häufig um komplexe Verletzungen handelt, steht den Patienten im Krankenhaus Landshut-Achdort ein kompetentes interdisziplinäres Behandlungsteam (Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie etc.) zur Verfügung, um ein unter allen Aspekten optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.