Weiterführende Informationen

Anmeldung und Aufnahme

Die Anmeldung und Terminvereinbarung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt oder Klinikarzt. Die stationäre Aufnahme erfolgt idealerweise nach Vorgesprächen mit dem Patienten und den Angehörigen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter folgenden Telefonnummern der Palliativstation möglich:



Aufnahmeindikationen für die Palliativstation

  • Die Indikation zur stationären Behandlung muss gegeben sein (Krankenhaus-Einweisung).
  • Das Vorliegen einer unheilbaren Erkrankung, die weit fortgeschritten ist und die die Lebenserwartung absehbar einschränkt. Eine Festlegung auf bestimmte Krankheitsbilder besteht nicht.
  • Das Vorliegen von ambulant nicht beherrschbaren Symptomen, wie z.B. starken Schmerzen, unstillbarem Erbrechen, akuten Angstzuständen oder Atemnot.
  • Das Vorliegen erheblicher psychosozialer Probleme
  • Der Patient und seine Angehörigen sollten über die Erkrankung aufgeklärt sein und den Grundsätzen der Palliativmedizin zugestimmt haben.
  • Der Patient und die Angehörigen sind vor Aufnahme auf die Palliativstation darüber informiert, dass nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer möglich ist und eine Entlassung nach Hause oder in eine andere Einrichtung nach Besserung oder Stabilisierung der Beschwerden angestrebt wird. Hilfe bei der Organisation der Rückkehr nach Hause oder in ein Pflegeheim leistet die Brückenpflege.
     

Besuche

Besuche von Angehörigen und Freunden sind auf Wunsch rund um die Uhr möglich. Bei medizinischer Indikation ist die Übernachtung von Angehörigen kostenlos möglich, ansonsten gegen eine geringe Zuzahlung. Die Übernachtung erfolgt in der Regel im Zimmer des Patienten (Ausziehcouch oder Beistellbett).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie hier als PDF herunterladen können.
 


Schmerztherapie

Bis zu 90% der Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung leiden unter starken Schmerzen. Diese können fast immer erfolgreich gelindert werden. Die symptomatische Schmerztherapie erfolgt i.d.R. nach dem „WHO-Stufenschema“. Nur wenige Patienten benötigen weitergehende Therapieverfahren wie z.B. eine „Schmerzpumpe“ (PCA-Pumpe). Ergänzt wird jede Schmerztherapie durch nicht-medikamentöse Verfahren wie Physiotherapie (z.B. Lymphdrainage) und/oder Entspannungsverfahren.
 


Symptomkontrolle

Häufige Symptome bei Patienten auf einer Palliativstation sind Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Verstopfung (bis zum Darmverschluss), Schwäche, Wunden (z.B. tumor- oder bestrahlungsbedingt), psychische Probleme (wie Angst, Schlafstörungen) und Verwirrtheit. Oft bestehen mehrere Beschwerden gleichzeitig. Wenn möglich wird versucht, das Symptom ursächlich (kausal) zu bessern, so z.B. durch Punktion eines Pleuraergusses oder Ascites („Lungen- oder Bauchwasser“).
 


Atemtherapie

Palliative Atemtherapie findet 3x wöchentlich statt. Sie ist eine spezielle Form der ganzheitlichen Atemtherapie, die Schwerkranke und Sterbende behutsam auf ihrem Weg begleitet. Durch sanfte Berührungen, Dehnungen, Streichungen des (bekleideten) Körpers bringt sie Hilfe, Linderung und Erleichterung bei körperlichen und seelischen Nöten wie Unruhe, Angst, Atemnot etc. Hinzu kommen bei Bedarf klärende Gespräche mit den Patienten und/oder ihren Angehörigen.
 


Kunsttherapie

Die Kunsttherapie bietet schwerkranken Menschen die Möglichkeit, sich selbst wahrzunehmen: als ganzen Menschen mit Fähigkeiten und Ressourcen, das eigene Leben mit Erinnerungen und Wünschen. Immer auf der Suche nach inneren Bildern begleitet die Kunsttherapie Patienten im eigenen Gestalten und im künstlerischen Prozess. Das entstehende Bild bleibt bei den Patienten - es wirkt vitalisierend und gleichzeitig entspannend und lenkt den Fokus von "Belastendem" zu "Unterstützendem". So kann ein wertvolles Stück Lebensqualität in der letzten Lebensphase erhalten bleiben.
 


Musiktherapie

Palliative Musiktherapie ermuntert durch die Auswahl unterschiedlicher Instrumente zum Spielen, zu einem bewusst kindlichen Spielen im Hier und Jetzt. Seelische Belastungen, Alltagssorgen und Blockaden können sich durch achtsame Wahrnehmung von Klang und Schwingungen lösen. Gespielte Klänge oder Musik nehmen die Atmosphäre auf, tragen zur Entspannung bei und fördern das Loslassen - für die schwer erkrankten Patientinnen und Patienten ebenso wie auf Wunsch auch für nahestehende Angehörige und Freunde.
 


Klangschalentherapie

Bei der Klangschalentherapie erleben und erspüren Patienten (sowie auf Wunsch auch anwesende Angehörige) eine Zeit der sanften Klänge tibetanischer Klangschalen, die den Körper in gesunde, heilsame Schwingung versetzen. Die Klänge erwirken eine Synchronisation der Gehirnhälften - dadurch können Emotionen und Gedanken geklärt und Blockaden gelöst werden. Die meditativen Klänge führen den Geist zur Ruhe und versetzen den Körper in eine tiefe Entspannung. Gleichzeitig werden Herzfrequenz und Blutdruck harmonisiert, die Atmung vertieft und damit das Immunsystem gestärkt.