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Wissen

Pulsed Field Ablation - neue Methode zur Behandlung von Vorhofflimmern

Erfolgreich, schonend und komplikationsarm - Vorhofflimmern kann am Krankenhaus Landshut-Achdorf seit Ende Mai 2025 auch mit der modernen Methode der sogenannten Pulsed Field Ablation (PFA) behandelt werden. Für die Patienten ist dies ein bedeutender Fortschritt: Diese Katheterablation gilt als äußerst schonende, dabei aber sehr sichere Behandlungsoption.

Vorhofflimmern betrifft sehr viele Menschen, es gilt als die häufigste Herzrhythmusstörung und Grund für stationäre Krankenhausaufenthalte. Seit kurzem bietet die PFA, auch Elektroporation genannt, einen Hoffnungsschimmer. Die PFA arbeitet nicht mit Kälte oder Hitze wie andere Verfahren zur Behandlung des Vorhofflimmerns, sondern mit elektrischen Impulsen. Kurze Stromstöße erzeugen Poren in der Zellmembran und veröden so ursächlich verantwortliche Stellen im Vorhof des Herzens. 

Die Pulsed Field Ablation ist dabei vergleichbar effektiv wie bisher etablierte Ablationsverfahren, zeichnet sich jedoch durch ein höheres Sicherheitsprofil aus. Die sehr seltenen, aber schwerwiegenden Komplikationen wie Speiseröhrenverletzungen oder Lähmung des Zwerchfellnervs sind bei der PFA nahezu ausgeschlossen.

„Mit dieser Technik können wir das Risiko für umliegende Gewebe deutlich minimieren und gleichzeitig eine zuverlässige Verödung der Herzmuskelzellen im Bereich der Lungenvenen erzielen“, erklärt PD Dr. Stephanie Fichtner, Leitende Oberärztin der Medizinischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Gemeinsam mit Oberarzt Dott. Herribert Pavaci und Oberarzt Dr. univ. Arben Perani hat sie das Verfahren erfolgreich eingeführt. 

Über einen kleinen Schnitt an der Leiste werden bei der PFA spezielle Katheter über die Blutgefäße zum Herz geführt. Der Weg des Katheters sowie die Herzstrukturen werden während des Eingriffs durch Röntgenbilder und Ultraschall verfolgt und überwacht. Schließlich werden per Katheter elektrische Impulse im linken Vorhof des Herzens abgegeben und so die Zellen im Herzmuskel, die ursächlich für das Vorhofflimmern sind, verödet. 

Die Einführung der PFA ist das neueste Glied des kontinuierlichen Engagements am Krankenhaus Landshut-Achdorf, modernste medizinische Technologien zum Wohl der Patienten einzusetzen.

Die Behandlungsstrukturen und –möglichkeiten im Fachbereich Kardiologie entwickeln sich rasant: Immer kleine werdende Schrittmacher, immer schonendere Verfahren, immer bessere Behandlungsergebnisse und langfristige Prognosen sind nur einige Exempel für diese Heranbildung. In der Medizinischen Klinik I des Krankenhauses Landshut-Achdorf wird der medizinische Fortschritt stets aktiv mitverfolgt und vor Ort umgesetzt - zum Wohle der Patienten. Aufgrund der stetigen Weiterbildung des ärztlichen und pflegerischen Teams, aber auch der enormen Wissbegier der Führungskräfte können die Patienten ohne Zeitverzug von diversen neuartigen Techniken und Verfahren profitieren.  

Die Verantwortlichen sind stolz auf die Einführung der Pulsed Field Ablation: v.l. Leitende Oberärztin PD Dr. Stephanie Fichtner, Oberarzt Dott. Herribert Pavaci und Oberarzt Dr. univ. Arben Perani

Oberarzt Dott. Herribert Pavaci (links) und Leitende Oberärztin PD Dr. Stephanie Fichtner (rechts) führten gemeinsam mit Oberarzt Dr. univ. Arben Perani die Pulsed Field Ablation am Krankenhaus Landshut-Achdorf ein