Einblicke

Die Schaufensterkrankheit - Wenn das Gehen nicht mehr geht

Auf dem Weg zum Bus, nach den Stufen bis zur Wohnungstür oder beim kurzen Spaziergang: Manche Menschen können nur noch wenige Schritte gehen, bevor Schmerzen in den Beinen sie zum Stehenbleiben zwingen. Die Ursache dafür kann die sogenannte „Schaufensterkrankheit“ bzw. periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) sein, eine Durchblutungsstörung in den Beinen. „Fast jeder Fünfte über 70 Jahren ist betroffen – in Deutschland insgesamt fünf Millionen Menschen“, erklärt MUDr. Maros Beno, PhD, Leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie am LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf.

„Beweglichkeit und Mobilität sind das Allerwichtigste für mich – wenn ich nicht laufen kann, dann fühle ich mich krank“, sagt Matthias E. aus Landshut. Der 61-Jährige fährt in seiner Freizeit gerne Fahrrad, arbeitet im Garten und schnitzt alte Bilderrahmen nach. „Wie wichtig Bewegungsfreiheit ist, merkt man erst, wenn sie eingeschränkt ist“, sagt Matthias E. und erinnert sich an den Sommer 2015.

„Ich merkte immer häufiger, dass es beim Bergaufgehen im Bereich des rechten Knies schmerzt und mir dadurch das Gehen wesentlich schwerer fiel“, erzählt er. Auch beim Radeln hatte er häufig das Gefühl, als hätte er einen Krampf in der rechten Wade. Während seines Urlaubs arbeitete er im Wald – doch die Schmerzen im rechten Bein wurden so stark, dass er kaum noch gehen konnte. Dies wiederholte sich auch bei seiner Arbeit nach dem Urlaub: Bei jedem Schritt und mit jeder Belastung wurde der Schmerz stärker.


Ablagerung und Verengung der Gefäße

Oberärztin Dr. Petra Sager vom Gefäßzentrum am LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf riet ihm daher, seine Gefäße genauer untersuchen zu lassen – sie vermutete, hier die Ursache zu finden. Auch Matthias E. hatte eine Vorahnung, woher die Schmerzen kommen könnten: „Als Raucher habe ich schon daran gedacht, dass es sich um ein Raucherbein handeln könnte.“ Ein Ultraschall und die Kernspintomografie bestätigten den Verdacht: Die Arterie am rechten Bein war aufgrund von Ablagerungen stark verengt.

„Von der sogenannten Schaufensterkrankheit sind häufig Personen über 70 Jahren betroffen, Menschen, bei denen Arteriosklerose (Ablagerungen in den Gefäßen) bereits in der Familie vorliegt, sowie Personen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben“, erklärt MUDr. Maros Beno, PhD. Aber auch Raucher und Patienten mit Zuckerkrankheit, hohem Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht zählen zu den Risikogruppen.

Je nach Stadium der arteriellen Verschlusskrankheit gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Diese reichen von Medikamenten und Gehtraining über Dehnung der Gefäße oder das Einsetzen eines Stents bis zur offenen Operation, bei der die Arterie ausgeschält bzw. erweitert oder direkt durch einen Bypass überbrückt wird. „Je nach Schwere der Verschlusskrankheit wird individuell für jeden Patienten die für ihn am besten geeignete Therapieform gewählt“, so MUDr. Maros Beno, PhD.


Wiedergewonnene Mobilität durch Bypassoperation

Auf Rat der Ärzte vom Gefäßzentrum am LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf entschied sich Matthias E. für eine Bypassoperation: „Bei Chefarzt Dr. Johann Hatzl und seinen Kollegen wusste ich mich in guten Händen.“ Bei dieser Operation wird die beschädigte Arterie mit einer eigenen Vene oder einer künstlichen Arterie überbrückt. „In meinem Fall kann man sich das so vorstellen: Am linken Fuß wurde eine Vene ausgebaut und in den rechten Fuß als Ersatz für die Originalarterie eingesetzt, sodass die Durchblutungsstörung umgangen wird“, erklärt Matthias E. 

Nach der Operation war der Landshuter rasch wieder auf den Beinen: „So konnte ich meinen Zimmernachbarn, einen älteren, sehr netten Herrn, ein wenig unterstützen.“ Insgesamt 13 Tage nach dem Eingriff verließ Matthias E. das Krankenhaus, sechs Wochen später konnte er sich wieder völlig beschwerdefrei bewegen und Fahrrad fahren. „Es gibt nichts Schöneres, als ohne Schmerzen mobil zu sein“, sagt er. Bis heute ist er völlig symptomfrei und spürt im Alltag so gut wie keine Einschränkungen: „Meinen Humor habe ich behalten, neu ist nur, dass ich täglich ASS 100 zur Blutverdünnung nehme, um einem Gefäßverschluss vorzubeugen.“

Diesen Sommer war Matthias E. zum Kontrollduplex (Ultraschalluntersuchung) erneut als Patient im LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf – damit ist die Behandlung nun komplett abgeschlossen. Um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Verschlusses zu senken, möchte er künftig weniger rauchen, sein Gewicht halten und auf niedrige Blutfettwerte achten. „

Bekannten und Freunden würde ich jederzeit die Behandlung im Gefäßzentrum am LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf empfehlen, da ich sie da in sehr guten Händen weiß“, so Matthias E. Dort werde man fachlich kompetent und vor allem individuell nach den Bedürfnissen eines jeden Einzelnen versorgt. „Nicht umsonst hat das Gefäßzentrum an unserem LAKUMED Krankenhaus Landshut-Achdorf einen so guten Ruf“, sagt Matthias E. lächelnd.