Krankenhaus Vilsbiburg als "Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)" ausgezeichnet

Zwei Millionen Diabetespatienten werden jährlich in Krankenhäusern behandelt. Dabei spielt für diese Patientengruppe nicht nur der aktuelle Anlass der Therapie eine entscheidende Rolle, sondern auch der Umgang mit der Grunderkrankung Diabetes während des gesamten Behandlungsverlaufs. Das heißt, dass neben der Erhebung der Vorgeschichte und Allergien des Patienten auch eine bedarfsgerechte Überwachung des Blutzuckerspiegels, eine auf die Diabeteserkrankung abgestimmte Narkose sowie die Bereitstellung von Notfallequipment für den Fall einer Blutzuckerentgleisung notwendig ist.

Mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“, das das Krankenhaus Vilsbiburg als eine der ersten Einrichtungen bayernweit erhalten hat, ermöglicht die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Patienten und Ärzten eine Orientierung bei der Wahl des richtigen Krankenhauses. Voraussetzung für die Verleihung des Zertifikats sind die Verfügbarkeit eines diabetologisch versierten Arztes, die diabetologische Schulung der Pflegekräfte und die Möglichkeit der kontinuierlichen Betreuung durch ein Diabetes-Team während des Krankenhausaufenthaltes – diese Kriterien erfüllt das Krankenhaus Vilsbiburg und leistet damit einen bedeutenden Beitrag bei der Verbesserung der Behandlungsqualität von Patienten mit der Nebendiagnose Diabetes.

„Im gesamten Ablauf von der Aufnahme bis zur Entlassung eines Diabetespatienten wird dieser durch strukturierte Abläufe versorgt“, sagt Prof. Dr. Christian Pehl, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Vilsbiburg. „Dies kommt insbesondere auch den operativen Abteilungen zu Gute: Chirurgen und Gynäkologen können sich auf den operativen Eingriff fokussieren, das Diabetes-Team steht für die Diabetes-Einstellung zur Verfügung.“

„Das Krankenhaus Vilsbiburg hat eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz. Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das ist eine Klinik, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nimmt und bestmöglich berücksichtigt“, so Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Präsident der deutschen Diabetes Gesellschaft.
Von dieser Zertifizierung profitieren vor allem die Patienten, denn ein gut eingestellter Diabetes trägt dazu bei, mögliche Komplikationen aufgrund der Nebenerkrankung vorzubeugen. Jede Einrichtung, die mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ ausgezeichnet ist, darf den Titel drei Jahre tragen, danach muss sie sich rezertifizieren lassen.