Plastische Chirurgie |
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Als Zielsetzung der Plastischen Chirurgie kann die Wiederherstellung und Verbesserung der Körperform und sichtbar gestörten Körperfunktionen durch funktionswiederherstellende oder verbessernde plastisch-operative Eingriffe angesehen werden. Dies umfaßt insbesondere die Deckung oder den Ersatz von Defekten am gesamten Körper, vor allem bei Mißbildungen, Gewebsverlusten durch Unfall, Tumoroperationen, Verbrennungen, chronischen Durchblutungsstörungen (paVK, Ulcus crusris), Stoffwechselstörungen (Diabetes) und anderen Ursachen. Hierbei stellt die bestmögliche ästhetische Rekonstruktion ein besonderes Anliegen des Plastischen Chirurgen dar, da die Umsetzung dieses Anspruchs die Lebensqualität der betroffenen Patienten maßgeblich verbessern kann. Besonders schonende Verfahren wie beispielsweise die minimal-invasive Chirurgie haben zu einer weiteren Verbesserung der Operationsergebnisse beigetragen.
Eine Spezialität der Abteilung stellt die rekonstruktive Mikrochirurgie dar. Bei diesem Verfahren kann Gewebe an einer Körperstelle entnommen und an eine Körperregion verpflanzt werden. So können beispielsweise große Haut- und Weichteildefekte mit freiliegendem Knochen mit einem entbehrlichen Muskel vom Rücken bedeckt werden. Damit das verpflanzte Gewebe jedoch nicht abstirbt, müssen die das Gewebe versorgenden Blutgefäße mit Blutgefäßen am Unterschenkel verbunden werden. Dies stellt ein sehr anspruchsvolles technisches Verfahren dar, bei dem die kleinen Gefäße mit einem Durchmesser von 1-3 mm unter dem Operationsmikroskop mit extrem dünnen Nahtmaterial (dünner als Haare) so verbunden werden. daß anschließend das Blut störungsfrei an der Nahtstelle vorbeiströmen kann.